Die Wahrscheinlichkeit, dass du dir deinen Kinderwunsch erfüllen kannst, ist so viel höher, wenn du deinen Zyklus beobachtest. Erfahre, auf was du ab jetzt achten solltest.

Okay, Hand aufs Herz: Hast du dich schon einmal wirklich damit auseinandergesetzt, wie man schwanger wird? Ich meine damit nicht den Geschlechtsverkehr an sich. Ich meine deinen Körper! Was passiert und vor allem was muss passieren, damit eine Schwangerschaft eintreten kann? Denn einfach Pille absetzen und los reicht leider oft nicht aus. 

Warum werden andere so schnell schwanger?

Das ist möglich. Doch leider gehört sehr viel Glück dazu. Wenn du entspannt und geduldig bist und mindestens (!) einmal pro Woche Geschlechtsverkehr hast, wirst du als gesunde Person wahrscheinlich zügig schwanger. Das wäre die beste Herangehensweise. Doch ist das leicht gesagt. Falls du nicht so lange warten möchtest oder schon ein paar nicht-erfolgreiche Zyklen hinter dir hast und nun die Sache etwas strategischer angehen möchtest, hilft es dir ungemein, die folgenden Schwangerschafts-Basics zu kennen.

Schwanger werden – Kinderwunsch-Wissen

Keine Sorge, ich werde dich nicht mit dem scheinbar komplizierten Regelsystem der Temperaturmessung abschrecken. Ich persönlich empfehle das Temperaturmessen jedoch sehr. Wer das volle Programm von Selbstliebe und Körperverstehen erleben möchte, startet damit sofort. Jedoch möchte ich vor allem, dass du deine Sinne dafür schärfst, was dir dein Körper für Signale sendet. Manchmal schreit er nämlich: „Hey, bitte befruchte mich – und zwar jetzt!“ Denn seien wir ehrlich: Um mehr geht es aus biologischer Betrachtung nicht. Vermehrung ist das Ziel. Das sind an dieser Stelle auch die guten Nachrichten – dein Körper will das! 

Wie lang ist mein Zyklus eigentlich?

28 Tage? Ja, unter dem Einfluss der Pille auf jeden Fall. Danach wirds aber schwammig. Erstmal wird er nach Absetzung vermutlich länger (manchmal sehr viel länger), dann wieder kürzer. Und ja, irgendwann pendelt er sich vermutlich irgendwo zwischen 25 und 35 Tagen ein. Mal einen Tag mehr, mal einen Tag weniger. Von regelmäßigen 28 Tagen können die wenigsten sprechen. Unregelmäßigkeiten sind sogar gesund – schließlich sind wir keine Maschinen und dein Körper reagiert einfach auf äußere Umstände wie Stress, Urlaube oder Sport. Geh einfach nicht von 28 Tagen aus, sondern führe ein Zyklustagebuch (Apps, Zyklusblatt etc.) und schau mal, was dein individueller Standard ist. Hier gibt es einen Artikel, der tiefer in die Materie einsteigt und dich an das Thema heranführt:

Nachlesen: Zykluslänge: Wie lang ist dein Zyklus?

Wann genau kann ich schwanger werden?

In der Mitte des Zyklus, denkst du jetzt? Oder am 14. Tag? Ja, wenn du zu den wenigen Menschen mit 28 Tage-Zyklus gehörst, ist das sehr wahrscheinlich, dass an diesem Tag dein Eisprung stattfindet. Doch wenn nicht? Insgesamt gibt dein Zyklus etwa fünf bis sechs aufeinanderfolgende Tage her, an denen du schwanger werden kannst. Bestenfalls. Dabei handelt es sich um die fünf Tage vor dem Eisprung und den einen am Tag des Eisprungs und/oder danach. Spermien haben eine Überlebenszeit von bis zu fünf Tagen, dein Ei bleibt für gewöhnlich 12-24 Stunden fruchtbar. 

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Doch wann ist denn jetzt mein Eisprung?

Salopp gesagt: 14 Tage vor deiner nächsten Periode. Denn egal wie lang dein Zyklus ist, die zweite Zyklushälfte verändert sich nicht. Die Prozesse im Körper nach dem Eisprung sind immer die gleichen: Die Gebärmutter verschließt sich, sie baut Schleimhaut auf, dass sich ein befruchtetes Ei einnisten kann. Gibt es kein befruchtetes Ei oder klappt die Einnistung nicht, wird die Schleimhaut wieder abgestoßen: deine Periode tritt ein. Das dauert zwei Wochen. Wie heißt es so schön: Die Gebärmutter blutet, weil sie traurig ist, dass da kein Baby wächst. Bei manchen ist die zweite Zyklushälfte 13 Tage lang, bei manchen 15. Aber nie länger als 16 Tage, denn dann gilt eine Schwangerschaft als besiegelt. Heißt aber auch, dass bei einem Zyklus von 50 Tagen (nach Absetzen der Pille nicht selten), der Eisprung weder am Tag 14 noch am Tag 25 (Mitte des Zyklus) stattfindet. Sondern erst zwischen dem 35 und 38 Tag. 

Wie finde ich den Tag meines Eisprungs heraus?

Beobachte deinen Körper! Kontrolliere täglich deinen Zervixschleim und wenn du magst, taste nach deinem Muttermund. Höre auf deine Libido! Und schau dich im Spiegel an! Hast du gute Laune, findest dich selbst attraktiv und verspürst du richtig Lust auf deinen Partner? Dann schnapp ihn dir – dein Eisprung ist vermutlich nicht weit entfernt. Um dafür den Kopf zu haben, braucht es jedoch einen stressfreien Alltag. Zum Thema Stress komme ich später nochmal. Aber je öfter du deine Sinne für deine Körpersymptome schärfst, desto leichter wird es dir zunehmend fallen, dein fruchtbares Zeitfenster ausfindig zu machen. Und dokumentiere alles, was dir auffällt. Auch Kopfschmerzen, Bad-Hair-Days und Verstopfung. Irgendwann zeigt sich Muster, das hormonell bedingt ist. In diesen Artikeln erfährst du alle (schmutzigen) Details zum Thema Zervixschleim und Muttermund:

Muttermund ertasten: So fühlen sich Eisprung und fruchtbare Tage an

Zervixschleim – wann, wo und wie: So bestimmst du deinen Eisprung

Die zweite Methode: Nutze Ovulationstests. Wenn du dich in deiner Körperwahrnehmung nicht sicher fühlst, helfen dir Ovulationstest dabei, deine fruchtbaren Tagen zu bestimmen. Gerade in der Anfangszeit der Zyklusbeobachtung können die Streifen hilfreich sein. Zykluscomputer funktionieren erst so richtig, wenn du über einen längeren Zeitraum einen halbwegs regelmäßigen Zyklus vorweisen kannst. Ovulationstests reagieren auf ein Hormon, das ansteigt, wenn sich der Eisprung anbahnt.

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Wie hoch ist meine Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden?

Auch wenn sie oft unromantisch sind, sind die biologischen Fakten für deinen Kinderwunsch nicht unwichtig zu wissen. Denn wie naiv waren wir damals eigentlich, zu denken, dass bei einmaligem Vergessen des Pillenpräperats auf jeden Fall eine Schwangerschaft eintritt? Wenn du etwa 30 Jahre alt bist, beträgt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Zyklus schwanger zu werden, etwa 15-20 Prozent – also vorausgesetzt, ihr trefft überhaupt den Eisprung. Ab Mitte 30 wird’s dann noch weniger. Ende 30? Anfang 40? Puh, im unteren einstelligen Prozentbereich. Tatsächlich liegt das beste biologische Alter für eine Schwangerschaft zwischen 20 und 25 Jahren (20-25 Prozent pro Zyklus). Diese Frauen werden im Schnitt innerhalb der ersten vier Monate “Üben” schwanger. Mit 35 Jahren dauert es durchschnittlich acht Monate. Daher: Versteife dich nicht zu sehr darauf, dass sich dein Kinderwunsch bereits im ersten Zyklus erfüllt – das ist gegen die Statistik. Und falls doch: Freue dich über dieses wundervolle Schicksal! 

Versorge deinen Körper und achte auf dich! 

Ist dein Körper überhaupt bereit für eine Schwangerschaft? Fühlst du dich fit? Nein, besser: Bist du fit? Erhältst du ausreichend Schlaf? Wie siehts mit deiner Work-Life-Balance aus? Bist du permanent im Stress? Cortisol, also das Stresshormon, wirkt wie Gift auf einen Kinderwunsch. Was ist mit deiner Ernährung? Bekommst du täglich frisches Gemüse, ausreichend Wasser und Vitamine? Ein unterversorgter Körper ist nicht der beste Ort, um dort ein Baby entstehen zu lassen, denn für eine Schwangerschaft wird Höchstleistung verlangt. Meide Genussgifte wie Nikotin, Alkohol und Koffein. Klingt wie ne dumme Floskel, doch ich meine das sehr ernst. Das alles gilt nicht nur für dich, sondern auch für deinen Partner, denn auch seine Spermien sollten bester Qualität sein.

Mehr zu dem Thema Nährstoffversorgung kannst du übrigens in dem wirklich sehr empfehlenswertem Buch von Hebamme & Evidenzqueen Kareen Dannhauer nachlesen. Sie widmet der Thematik Ernährung ein ziemlich langes Kapitel mit vielen interessanten Fakten und Hilfestellung:

Schwanger werden: Der ganzheitliche Weg zum Wunschkind – Mit neuen Erkenntnissen aus der Eizell-Forschung

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Bitte beachte jedoch, dass dieses Blog-Magazin keine medizinsche Beratung ersetzt. Jeder Körper ist anders.

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